Hypnose & Gesprächstherapie

Carl R. Rogers

Carl R. Rogers wurde 1902 als viertes von sechs Kindern in Chicago, Illinois geboren. Die strenge, religiöse Erziehung seiner fundamentalistisch orientierten Eltern motivierten ihn, nach einem zweijährigen Studium der Agrarwissenschaften zum Fachbereich Theologie zu wechseln, um Priester zu werden.

Durch einen zwischenzeitlichen halbjährigen Auslandsaufenthalt in Peking und der Liebe zu seiner späteren Ehefrau Helen Elliot änderte er jedoch seinen Lebensplan. Nach dem Hochschulabschluss zog er mit Helen nach New York und studierte dort an der Columbia University Klinische Psychologie, worin er 1931 promovierte.

Beeinflusst durch sein Theologiestudium, die Existenzphilosophie Kierkegaards und Bubers sowie die Begegnung mit dem Freud-Schüler Otto Rank entwickelte Rogers den Ansatz der Klientenzentrierten Gesprächsführung, bei welcher der Patient selbst die Verantwortung für seinen Lebensweg behält und diese Wahl im Mittelpunkt der Therapie steht.

1940 nahm Rogers eine Professur an der Universität von Ohio an, wo er zwei Jahre später sein erstes Buch Counseling and Psychotherapy herausbrachte. Dort veröffentlichte er auch 1951 sein Hauptwerk Client centered Therapy. 1987 starb er kurz nach seinem 85. Geburtstag an den Folgen eines Sturzes, nachdem er noch im selben Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert worden war.