Hypnose & Gesprächstherapie

„Diese Art des sensiblen, aktiven Zuhörens ist äußerst selten in unserem Leben und stellt eine der mächtigsten Kräfte der Veränderung dar, die ich kenne.“

(Rogers, 1981)

Die Methode der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie

Rogers klientenzentrierter Ansatz, auch als Nondirektive Gesprächsführung bezeichnet, steht in der Tradition der humanistischen Psychologie. Er basiert auf der These, dass der Mensch grundsätzlich nach Selbstverwirklichung und Selbstaktualisierung strebe. In diesem Sinne beschreibt die Klientenzentrierte Gesprächsführung nicht nur eine Methode der Therapie, sondern nicht weniger als die Basis hilfreicher menschlicher Beziehungen im Allgemeinen.

Drei grundsätzliche innere Einstellungen des Therapeuten sind für die Entwicklung seines Klienten erforderlich:

  • die Kongruenz (Echtheit); nur die für den Klienten erkennbare Authentizität des Therapeuten kann den Klienten dazu bewegen, sich auf konstruktive Weise zu ändern und zu wachsen,
  • die bedingungslose Wertschätzung, Anteilnahme und Akzeptanz; diese grundsätzlich positive Einstellung des Therapeuten gegenüber dem Klienten lässt das Vertrauen entstehen, welches für ein solches Wachstum unabdingbar ist,
  • die Empathie (einfühlsames Verstehen); der Therapeut muss die Gefühle und ihre subjektive Bedeutung für den Klienten nachempfinden können, das Problem quasi "durch die Augen des Klienten" sehen und ihm diese Sichtweise auch vermitteln können.

Der Therapeut gibt dem Klienten keine Ratschläge aus seiner eigenen Geschichte, die nicht die des Klienten ist. Er bietet ihm vielmehr eine Art "Hilfs-Ich", indem er die Gedanken des Ratsuchenden empathisch reflektiert und behutsam durch neue Ideenvorschläge zu ergänzen versucht. Diese sollen dem Klienten helfen, sich aus dem Dschungel seiner eigenen Grübeleien und sich im Kreis drehenden Gedanken zu befreien.

Nun ist der Weg offen, um die eigenen Lösungswege des Klienten gemäß seinem Streben nach Selbstaktualisierung freizulegen und zu entwickeln.